Konsumgüterindustrie- und Einzelhandelsstudie zeigt Nachholbedarf bei Wertschöpfung

Autor: Christian Fischer
Datum: 14.12.2015

Wertschöpfung: Größen aus Konsumgüter und Handel wollen sich besser vernetzen

Das Consumer Goods Forum (CGF) und Capgemini haben heute die Ergebnisse ihrer Studie, „Rethinking the Value Chain: New Realities in Collaborative Business“ zu Deutsch „Überdenken der Wertschöpfungskette: Neue Realitäten in einer kooperierenden Unternehmenswelt“ vorgestellt. Der Bericht untersucht zukünftige Trends im Konsumgüter- und Einzelhandelssektor und kommt zu dem Schluss, dass der Wertschöpfungsketten-Begriff neu definiert werden muss. Die Autoren empfehlen von „Wertschöpfungsnetzwerk“ zu sprechen, um langfristiges Wachstum eines Unternehmens abzusichern. Der Bericht von CGF in Amsterdam vorgestellt, unter besonderer Anerkennung der Beiträge von Muhtar Kent, Chairman & CEO der The Coca-Cola Company, und Motoya Okada, President und Group CEO der AEON Co., LTD.

consumer goods industry

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Das Consumer Goods Forum (CGF) ist ein globales, paritätsbasiertes Netzwerk, das von seinen Mitgliedern betrieben wird, um die globale Übernahme von Praktiken und Standards zu fördern, von denen die Konsumgüterindustrie weltweit profitiert. Es bringt die CEOs und das Senior Management von über 400 Einzelhandelsunternehmen, Lieferanten, Dienstleistungsanbietern und anderen Stakeholdern aus insgesamt 70 Ländern an einen Tisch und reflektiert die Diversität der Branche in Bezug auf Geographie, Größe, Produktkategorie und Format. Seine Mitgliedsunternehmen erzielen zusammen einen Umsatz in Höhe von 2,5 Billionen Euro und beschäftigen rund 10 Millionen Menschen direkt, mit geschätzten weiteren 90 Millionen davon abhängigen Jobs entlang der Wertschöpfungskette. Geleitet wird es von seinem Board of Directors, bestehend aus 50 CEOs von Hersteller- und Einzelhandelsunternehmen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

 
Die Unternehmen dürfen laut der Autoren aber auch diverser anderer Untersuchungen die Wertschöpfungskette nicht linear betrachten. Vielmehr entwickelt „die Wertschöpfungskette ein Eigenleben in Form eines sich um die Verbraucherbasis spinnenden Netzwerks mit einer Vielzahl von Kanälen und Schnittstellen verteilt über alle wertschöpfenden Prozesse und Geschäftsbereiche“. Nach diesem Bild gehen die entscheidenden Impulse immer mehr vom Verbraucher aus, und zwar auch in der Form von Entscheidungen, die Auswirkungen auf das gesamte Wertnetzwerk haben und die Branche eher reagiert als umgekehrt.

Kent sagte, „Der Verbraucher von heute hat mehr Macht denn je zuvor. Wie stärken wir unsere Branche zum Nutzen der Kunden angesichts der beispiellosen Herausforderungen, die vor uns liegen? Dieser vom Consumer Goods Forum erstellte Bericht nennt einige der wichtigsten Möglichkeiten, solch grundlegende Wandlungsprozesse vorherzusehen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.“

Okada erklärt, “ Dieser Bericht identifiziert, wie wir alle noch effizienter darin werden können, das Leben der Verbraucher besser zu machen, indem wir unserer Verantwortung für Wertschöpfung und Vertrauen gerecht werden. Wir können diese Ziele erreichen, indem wir sehr viel effizienter als in der Vergangenheit zusammenarbeiten. Die Welt ist dabei, sich von Grund auf zu verändern, also müssen wir das auch.“

Der Bericht nennt drei Bereiche wo eine brancheninterne Zusammenarbeit der Hersteller- und Einzelhandelsunternehmen einen positiven Kapitalertrag einbringen soll:

  • Kundenbindung. Der Bericht empfiehlt einen ehrlichen Dialog mit den Kunden und den Schutz der Kundendaten. Hierzu müssten die Unternehmen allgemein anerkannte und klare Prinzipien für den Umgang dem Kunden anwenden.
  • Transparenz. Der Kunde soll umfassend über die Produkte informiert werden. Dies betrifft die Art und Rückverfolgbarkeit der Zutaten, Nährstoffe und die Herkunft von Produkten. Auch soll über die Auswirkungen von Produkten auf Umwelt und Gesellschaft informiert werden. Dies erfordere eine Veränderung Produktdaten-Definitionen, Datenqualität und Datenverbund, welche über das einfache Track-and-Trace und Audits hinausgehen müssen.
  • Das Endstück der Vertriebskette. Laut Autoren müssten die Unternehmen beim Vertrieb an Einzelhandelsgeschäfte und die Verbraucher ein zusammenarbeiten prüfen, um (Umwelt-)Risiken zu reduzieren und Effektivität und Kundenzufriedenheit zu verbessern. Um diese Möglichkeiten in vollem Umfang zu nutzen, müsse die Branche in flexible Technologien, neue Prozesse und eine offenere Unternehmenskultur investieren.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: http://www.theconsumergoodsforum.com.

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C.Fischer