Erfolgsstrategien für Digitalisierung des Einkaufs

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 10.11.2016

Diskussion über Möglichkeiten der digitalen Revolution auf dem 4. Mercateo Executive Summit

Auf dem 4. Mercateo Executive Summit konferierte eine Vielzahl an Führungskräften aus den Beschaffungsdepartments europäischer Firmen über die Chancen der digitalen Revolution und wie die Diversität des Einkaufes auch künftig bewahrt werden kann. Den Mittelpunkt des Symposiums bildete der Vortrag von Eva Wimmers, ihres Zeichens President von Europe Huawei Honor. Unter der Headline „Digitalize or Die“ erörterte Wimmer die Top-Facts, mit denen Firmen die Digitalisierung erfolgversprechend implementieren können.

Das Summit, welches im Berliner Adagio Club nahe des Potsdamer Platzes am 08.11.2016 stattfand, hatte den Titel „Gestalten Sie die Zukunft Ihres Unternehmens, bevor die Zukunft Ihr Unternehmen gestaltet“. Keynote-Referentin Eva Wimmers spitzte dieses Thema noch zu und zeigte in ihrem Vortrag „Digitalize or Die“ die Hauptaufgaben der Digitalisierung für Unternehmen. „Wer immer nur nach hinten schaut und überlegt, was ihn in der Vergangenheit erfolgreich gemacht hat, wird nicht nur den Anschluss verpassen – der wird irgendwann daran zugrunde gehen“, prophezeite Wimmers. Es gebe jedoch auch Bereiche, in denen die Digitalisierung an ihre Grenzen käme: „Immer dann, wenn der gesunde Menschenverstand und die Kreativität des Menschen gefragt sind, kann man nicht automatisieren. Da braucht es unseren klaren Kopf, unsere Ideen: Beobachten, Zuhören und dann neue innovative Lösungen finden. Deswegen sollten Digitalisierung und Nicht-Digitalisierung im Einkauf Hand in Hand gehen.“

„Vor allem persönliche Geschäftsbeziehungen können von der Digitalisierung profitieren“, erklärte Mercateo-Chef Dr. Bernd Schönwälder in seiner Ausführung. „Das B2B-Geschäft ist ein Beziehungsgeschäft und die Wertschöpfung zwischen Unternehmen basiert zu einem großen Teil auf genau diesen Beziehungen. Digitale Netzwerke, die Akteure miteinander in Kontakt bringen, werden daher eine wichtige Ergänzung in der Digitalstrategie von Unternehmen sein“, sagte Dr. Schönwälder voraus. Grundvoraussetzung dafür sei, dass diese Netzwerke allen Mitwirkenden gegenüber neutral blieben.

In der Podiumsdiskussion diskutierten Eva Wimmers, Dr. Ulrich Piepel (CPO RWE/Innogy), Thorsten Woike (CPO SAG) und Dr. Bernd Schönwälder über das „Umdenken im Einkauf“. Darüber, dass dabei der Mensch nicht das Nachsehen haben soll, herrschte Einigkeit unter den Diskutierenden. Arbeitnehmer sollten durch die digitale Revolution in ihrer Kreativität gefördert werden und somit weitsichtige Entscheidungen für ihr Unternehmen treffen. Lediglich so könnten auch im Einkauf Wertbeiträge – in Form von Rationierungen, verbesserten Prozessen oder anpassungsfähigen Firmenstrukturen – generiert werden.

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S.Thelen