Bosch: Stärkeres Wachstum als weltweite Automobilproduktion

Autor: Duran Sarikaya
Datum: 21.09.2016

Unternehmensbereich Mobility Solutions soll sich weiter entwickeln

Der Unternehmensbereich „Mobility Solutions“ der Robert Bosch GmbH wächst immer weiter. „Wir wollen unser Wachstumstempo weiter erhöhen. Dazu entwickeln wir neben Lösungen für die Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen auch innovative Services für die Mobilität von morgen“, erklärte Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Bosch-Unternehmensbereichs Mobility Solutions, auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover. Erfolgsbeweis: Wechselkursbereinigt wird das Mobilitätsgeschäft von Bosch dieses Jahr um fast fünf Prozent zunehmen. Zum Vergleich, die weltweite Automobilproduktion wird 2016 aller Prognosen nach lediglich um zwei Prozent wachsen. Insbesondere die Nutzfahrzeugtechnik dient als effektiver Wachstumsmotor für das Unternehmen. So wird jeder vierte Euro im Unternehmensbereich Mobility Solutions mit Systemen für leichte und schwere Nutzfahrzeuge umgesetzt. Bosch erkennt in der Nutzfahrzeugbranche weitere Potenziale und will daher künftig mit der neuen Einheit „Commercial Vehicle and Off-Road“ weitere Lösungen für Trucks und Off-Highway-Anwendungen entwickeln. Für die kommenden 10 Jahre ist eine Verdopplung des Umsatzes in diesem Bereich geplant.

Der Absatz von Bosch Dieselsystemen als Nutzfahrzeug-Antrieb profitiert zurzeit von neuen Abgasvorschriften, welche in ähnlicher Form auch in China und Indien geplant sein sollen. Darüber hinaus soll der Anteil der Common-Rail-Systems bis 2020 in den weltweit neu produzierten Nutzfahrzeugen von 70 auf 90 Prozent steigen. Systeme wie beispielsweise Denoxtronic kümmern sich außerdem um die Abgasnachbehandlung. Gleichzeitig sollen Maßnahmen, wie die Elektrifizierung von Nebenaggregaten wie der Hydraulikpumpe, Kraftstoffeinsparungen von bis zu zehn Prozent realisieren.

Weiteres Geschäftsfeld ist die Automatisierung von LKW, welche bereits heute im vollen Gange ist. So beginnt der Prozess mit Assistenzfunktionen, welche den Fahrer verstärkt unterstützen sollen, von der automatischen Notbremse über die Spurverlassungswarnung bis hin zu Systemen für das Abbiegen, Spurwechseln oder Rangieren. So sollen nach Analysen von Bosch-Unfallforschern 90 Prozent der von LKW verursachten Unfälle mit Personenschaden vermieden werden. Hinzu kommen die Projekte Telematik-Fähigkeit sowie Cloud-Anbindung, welche künftig in jedem LKW integriert sein sollen.

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D.Sarikaya