Trendstudie „IoT in Produktion und Logistik“

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 22.11.2016

Transportlogistik überzeugt mit IoT-Anwendungen

Nur 4 Prozent der befragten Betriebe haben eine „vollkommen vernetzte Umgebung geschaffen.“ Dieses Ergebnis liefert die Studie „IoT in Produktion und Logistik“ des Marktanalyse- und Beratungsunternehmen PAC im Auftrag der deutschen Telekom und deren Großkundentochter T-Systems. Doch wichtige Motivationsfaktoren wie Effizienzdruck (rund 77 Prozent), notwendige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit (73 Prozent) und die Erhöhung der Agilität und Flexibilität (71 Prozent) sind Gründe dafür, dass Unternehmen verstärkt in IoT-Projekte investieren. Die Studie veranschaulicht auch, dass Unternehmen in der Logistik besser vernetzt sind als Unternehmen in der Produktion. Sie zeigen mehr Interesse daran, Logistikprozesse mit Hilfe von IoT-Technologien effizienter und transparenter zu gestalten. Es werden auch neue Lieferkonzepte durch den steigenden Innovationsdruck angestrebt. Dieser wird durch den Online Handel verursacht.

Viele Unternehmen haben damit begonnen ihre Produktion- und Logistikumgebung zu vernetzen, aber dennoch reicht die aktuelle Installation in der Supply Chain für eine durchgehende IoT-Funktionalität noch nicht aus.

In der Transportlogistik existieren bereits erste konkrete IoT-Anwendungen. Die Schweizer Güterbahn SBB Cargo testet bereits in Kooperation mit Bosch Engineering ein Asset Intelligence-System. Welches für den Schienengüterverkehr vorgesehen ist. Die Waggons wurden mit Sensoren ausgestattet, die Informationen zum aktuellen Zustand, sowie die Position der Ladung angeben. Die Informationen werden mittels einer Vernetzungs-Hardware per Mobilfunk an einen Server gesendet und stehen so dem Bahnbetreiber online zur Verfügung. Man kennt so immer den aktuellen der Standort der Waggons und Güter. So werden Kunden immer auf dem Laufenden gehalten.
Weitere Logistik 4.0-Anwendungen, wurden auf dem Internet of Things Solutions World Congress (IoTSWC) in Barcelona vorgestellt. Hier stellte SAP mit der italienischen Eisenbahn Trenitalia vor, wie Unternehmen durch das Internet der Dinge und intelligenten Geräten, effizientere betriebliche Abläufe bei der Wartung von Equipment durchgeführt werden konnten und so die Kosten in diesem Bereich um 10 % gesenkt wurden. IoT hat nicht nur die Bedeutung Daten auszulesen, sondern auch, die autonome Kommunikation zwischen Geräten zu entschlüsseln. So kann dann ein Steuergerät, aufgrund immer aktueller werdender Kontextinformationen, zum Beispiel eigenständig Entscheidungen treffen.

Auf dem Kongress waren viele große Firmen wie PTC, IBM, Microsoft, Bosch, Deutsche Telekom und weitere vertreten. Sie stellten hier ihre standardisierten Cloud-Plattformen für das Internet der Dinge vor.

Quelle und weitere Informationen hier: http://www.ecin.de/fachartikel/20821-digitalisierung-auch-in-der-logistik-gibt-es-noch-vernetzungsbedarf.html

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