TORWEGGE optimiert Intralogistik

Autor: Ralf Windmüller
Datum: 17.10.2016

Hub-Fahr-Wagen „TORsten“ wird erstmals vorgestellt

„Industrieunternehmen sind mit Blick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit mehr denn je gefordert, Produktion und Logistik zu optimieren. Genau zu diesem Zweck haben wir TORsten konzipiert“, sagt Dirk Jonat, Leiter Projektmanagement und Technik der TORWEGGE GmbH & Co. KG. Auf der Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung „Motek“ in Stuttgart, wurde erstmals der Hub-Fahr-Wagen „TORsten“ des Systementwicklers vorgeführt.

Der Wagen kann bis zu sieben Tonnen Last selbstständig bewegen und navigiert autonom, er ist mit einer eigenen Sensorik ausgestattet und nicht wie andere fahrerlose Transportsysteme an eine optische Spurführung gebunden. Durch seine 1150×700 mm große Plattform macht es die flache und kompakte Bauweise des elektrischen Hub-Fahr-Wagens möglich viele individuelle Aufbauten zu transportieren. Die deichsellose Konstruktion kann sich auf der Stelle drehen und in alle Richtungen fahren, was besonders bei Montagearbeiten hilfreich ist. Der Monteur muss sich nicht um das Bauteil bewegen, sondern lässt es selbst rotieren. Das System ist in vielerlei Hinsicht variabel. „Vor allem unter ergonomischen Gesichtspunkten ist das eine erhebliche Erleichterung“, sagt Jonat.

Die Besonderheit ist, dass das Fahrzeug mithilfe der eigenen im Boden befindlichen Sensorik und eines 3D-Plans der Halle navigiert, was anders als bei anderen fahrerlosen Transportfahrzeugen ist. In Kooperation mit der RWTH Aachen wurde „TORsten“ entwickelt. Laut Jonat hat das Fahrzeug den Vorteil schnell wieder einsetzbar zu sein, wenn die örtlichen Gegebenheiten verändert werden. „Das Aufreißen des Bodens und das Verlegen neuer Induktionsschleifen entfallen“, so Jonat. Momentan wird „Torsten“ noch mit einer Fernbedienung gesteuert, doch Ende des Jahres wird die autonome Variante auf den Markt kommen.

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R.Windmueller