Studie: Unternehmen unzufrieden mit Entwicklung der Digitalisierung von Lieferketten

Autor: Marc Klopfel
Datum: 05.04.2016

Zulieferer hinken oftmals den Erwartungen der Unternehmen hinterher

Was sind die größten Hürden bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens?

Was sind die größten Hürden bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens?

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, stellen sich immer mehr Unternehmen dem Thema der digitalen Transformation ihrer Lieferketten. Allerdings sind diese oftmals mit der Entwicklung unzufrieden. Deshalb befragte das Beratungsunternehmen Capgemini Consulting gemeinsam mit dem Cloudanbieter GT Nexus Führungskräfte: „Wie digital sind die Lieferketten und wo gibt es Probleme?“. Das zusammenfassende Ergebnis der Studie „Digitale Transformation der Supply Chain – Stand heute und in fünf Jahren“ weist auf, dass sich enorme Abweichungen zwischen dem Status quo der digitalen Transformation der weltweiten Lieferketten und der Entwicklung, die in den kommenden fünf Jahren sich die Befragten stellen, ergeben. Grundsätzlich hinken Zulieferer oft den Erwartungen der Unternehmen hinterher, wobei diese Erwartungen im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz, sehr hoch sind.

Zulieferer sollen nicht nur effektiver und billiger werden, sie sollen auch einen besseren Kundenservice bieten und ebenfalls die Agilität ihrer Auftraggeber immens verbessern. Im Umkehrschluss soll dies bedeuten, dass Unternehmen auf sich ständig ändernde Marktbedingungen und –teilnehmer sowie auf unerwartete Störungen in der Lieferkette besser reagieren können. Aufgrund dessen muss der entsprechende Informationsinput von den jeweiligen Zulieferern erfolgen.

Etwa nur 5 % der Befragten sind mit dem digitalen Fortschritt ihrer Geschäftspartner sehr zufrieden, dahingegen geben 30 % eine gegenteilige Meinung zu verstehen. Laut Mathieu Dougados, Senior Vice President Capgemini Consulting, ist für 75 % der Befragten die digitale Transformation der Lieferkette wichtig. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem jetzigen Stand und dem Level, auf dem sich Unternehmen in den kommenden fünf Jahren sehen wollen.

In den kommenden fünf Jahren wollen Unternehmen mehrheitlich auf die Daten entlang der Lieferkette zugreifen und entsprechend auswerten können. Dabei erwarten 95 % der Befragten, dass die Prozesse mit den Lieferanten automatisiert sein werden und rund 94 % gehen von mehr Echtzeit-Status-Updates entlang der Lieferkette aus. Damit dies auch Realität werden kann, müssen nicht nur Zulieferer umdenken. So äußern sich 76 %, dass die Cloud ein wichtiger Bestandteil der Gegenwart sowie Zukunft sei, allerdings investieren lediglich 36 % in diese Technologie. Laut Boris Felgendreher, Marketing Director GT Nexus, investieren bereits 61 % in Nordamerika in die Cloud.

So geht aus der Studie laut der Wirtschaftswoche ebenfalls hervor, dass rund 48 % „traditionelle“ Methoden, beispielsweise Telefon, Fax und E-Mail, zur Kommunikation mit Partnern nutzen. Dies sei aber nicht zwangsläufig der beste Weg. Wenn sich die zukünftige Wertschöpfungskette aus einer Vielzahl von Partnern auseinandersetzt, so ist der Griff zum Hörer zeitraubend und nicht mehr praktisch.

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M.Kloepfel