Risiko von Ladungsverlusten minimieren

Autor: Markus Rosenzweig
Datum 28.10.2015

Ladungsverluste minimieren

Ladungsverluste minimieren

Bundesverbandes Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) stellt neues Produkt vor

Auf der Jahrestagung des Bundesverbandes Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) wurde ein neues Produkt vorgestellt mit dem Ziel, das Risiko von Ladungsverlusten zu minimieren. Der Name lautet „bekannter Transporteur“ oder auch „Trusted Carrier“. Es handelt sich dabei nicht um den „bekannten Versender“, den es bereits in der Luftfracht gibt, sondern vielmehr um eine Erfassung von Unternehmen und LKW in eine Datenbank, welche dann in der Lieferkette zum Einsatz kommen. Dadurch soll die Sicherheit in der Transportkette optimiert werden.

Verlader und die R+V Allgemeine machen mit

 
Entwickelt wurde dieses Produkt zur Minimierung voon Ladungsverlusten von der BGL in Zusammenarbeit mit der „Transfrigoroute Deutschland“. Dabei haben auch einige Verlader und die R+V Allgemeine zur Entwicklung beigetragen. Dadurch, dass die BGL für seine Mitgliedsunternehmen Garantieversprechen übernimmt, können Auftraggebern Sicherheiten in der Transportkette gewährleistet werden. Dazu gehören detailliert ausgearbeitete Gütesicherungs – und Sanktionsmaßnahmen, welche dazu beitragen sollen, dass anonyme Subunternehmer nicht auf gefälschte Identitäten hochwertiger Ladungen stoßen können.

Startschuss im kommendem Jahr

 
Nächstes Jahr soll es bereits los gehen. Schon am Anfang des Jahres soll die Registrierungsphase erfolgen. Ebenfalls soll die International Road Transport Union (IRU) und deren Mitgliedsverbände mit einbezogen werden, um den internationalen Verkehr abdecken zu können. Wann dies jedoch erfolgen wird, steht noch nicht fest. Durch das internationale Konzept besteht auch die Hoffnung, neue Unternehmen zu gewinnen. Bereits erste Unternehmen aus Polen und den Niederlanden zeigen großes Interesse.

Frachtführer zahlen zwei Euro pro Monat

 
Kostenlos ist die Teilnahme für Unternehmer der verladenen Wirtschaft. Eine Systemgebühr in Höhe von zwei Euro im Monat wird fällig für Unternehmen des Straßengüterverkehrs. Wird ein nicht registrierter Subunternehmer vom Frachtführer eingesetzt, erhält der Verlader eine Garantiegebühr von 5000 Euro. Weiterhin gibt es einen Güterausschuss, der die Qualität kontinuierlich überwacht. Werden Unstimmigkeiten festgestellt wie beispielsweise ein Frachtführer, der durch Fehlleistungen auffällt, kann er vom System ausgeschlossen werden. Bei erfolgreicher Einführung des Systems ist weiterhin ein Premiumdienst geplant. Dabei soll mit Qualitätszertifikaten und Vorauszertifizierungen gearbeitet werden, sodass eine Garantiesumme von 20.000 Euro entstehen kann. Dies kann jedoch erst in zwei bis drei Jahren realisiert werden.

Mehr Sicherheit für Verlader und Spediteure

 
Auch Verlader und Spediteure, welche bei der Entwicklung mitgeholfen haben, kamen im Rahmen der Vorstellung zu Wort. Auch hier ist der Fokus auf die Qualitätsmerkmale Sicherheit und Vertrauen gelegt, welche in den letzten Jahren stark vernachlässigt wurden. Nicht nur die Sicherheit spielt bei dem Produkt „bekannter Transporteur“ eine entscheidende Rolle, sondern auch der Missbrauch wird damit stark eingeschränkt, sodass die Lieferkette in der Effizienz weiter optimiert wird und Risiken durch Ladungsverluste reduziert werden.

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