Studie: Einkaufsoptimierung durch Digitalisierung

Autor: Markus Rosenzweig
Datum: 19.10.2015

Digitalisierung im Einkauf schreitet immer weiter voran

Digitalisierung ist die Devise

 
In Sachen Industrie 4.0 rüsten deutsche Unternehmen auf. Das belegt eine Befragung der Lieferanten Suchmaschine „Wer liefert was“, an welcher rund 1.200 Einkäufer teilnahmen. Man fragte nach dem Status Quo der Einkaufsoptimierung durch Digitalisierung.

Vorteile der Digitalisierung

 

Einkaufsoptimierung

Einkaufsoptimierung

Digitalisierung ist im Gange und zwar schneller als je zuvor. Nahezu alle Unternehmen und Anbieter sind im Netz aktiv und versuchen die Effizienz ihres Unternehmens zu steigern. Einkaufsoptimierung durch Digitalisierung mit Erfolg: 68 Prozent der befragten Einkäufer gaben an, Zeit zu sparen, indem Digitalisierung die Suche nach Anbietern erleichtert. Bei der ohnehin schon zeitaufwendigen Suche nach eben diesen Lieferanten und Anbietern wäre die Nutzung digitaler Medien heute nicht mehr weg zu denken. Und nicht nur der zeitliche Faktor wird geschmälert. Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gibt an, durch die Digitalisierung nicht nur die Einkaufsoptimierung voran zu treiben, sondern auch Kosten einzusparen.

Flexibilität in der Beschaffungsstandortwahl ist ebenfalls von großer Bedeutung für Einkäufer und wird durch digitale Prozesse gewährt. So können Materialien an jedem beliebigen Ort beschaffen werden, unabhängig von dem eigenen Standort.

„Die Digitalisierung des Einkaufs birgt immense Vorteile. Nicht zu vergessen ist ein weiterer Punkt für die Einkäufer: die eigene Effizienz. 43 Prozent gaben an, dass sie durch die digitalen Prozesse selbst effizienter sind. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit ein wirklicher Gewinn“, sagt Peter F. Schmid, CEO von „Wer liefert was“.

Erwartungen der Einkäufer

 
Auch die Erwartungen an Anbieter wurden in der Befragung berücksichtigt. Allerdings ist anzumerken, dass die Anbieter schon jetzt sehr fortgeschritten sind. 75 Prozent der Befragten sagen, dass die Webseite der Anbieter bereits mit allen wichtigen Informationen gespickt ist. Darüber hinaus seien weitere digitale Hilfsmittel und Angebote, wie spezielle Suchmaschinen, vorhanden. Doch trotzdem können Anbieter im Bereich Digitalisierung aufstocken. 56 Prozent der Befragten interessieren sich bei der Lieferantensuche für die Kondition in welcher sich der Lieferprozess befindet. Sie wünschen sich eine solche Informationsquelle im Netz. Knapp 60 Prozent brauchen bei Ihrer Suche das gesamte Portfolio eines Lieferanten, um diesen besser einschätzen zu können. Mit ganzen 63 Prozent wollen die meisten Einkäufer Preise und Bilder der Produkte, um die Recherche zu erleichtern und das Verständnis zu vereinfachen.

„Wer im Privaten einen Freund fürs Leben sucht, zeigt sich von seiner Schokoladenseite. Genauso müssen sich Unternehmen, die Kunden akquirieren wollen, auch präsentieren. Deshalb muss der erste Schritt hin zur Digitalisierung eine eigene Onlinepräsenz sein – die wichtigste Visitenkarte auf dem Markt. Die Ergebnisse zeigen also: Die Unternehmen haben endlich reagiert“, so Schmid.

Fazit

 
Die Zahlen zeigen, dass sich die Interessen der Einkäufer teilweise überschneiden. Diese Überschneidungen muss ein Lieferant wieder und wieder entlarven und anwenden, um langfristigen Erfolg zu garantieren.

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