Rohstoffpreise weiter im Tiefflug

Autor: Christian Fischer
Datum: 10.02.2016

Weltbank prognostiziert Preisrückgang durch Nachfragetief und Iran-Export

Noch immer sinken die Preise für Rohstoffe, wie beispielsweise Öl. Nun hat die Weltbank ihre Preisprognose für Rohstoffe optimiert. Jedoch ist die Aussicht auf ein baldiges Ende des Preisfalls noch immer stark getrübt. Der „Commodity Markets Outlook“ der Weltbank prognostiziert eine weiterhin fallende Tendenz für Rohstoffe. So wird davon ausgegangen, dass bei 37 von 46 behandelten Rohstoffen am Jahresende ein niedrigerer Preis als im Vorjahr herrschen wird. Dies könne unter anderem mit zu hohen Vorratsbeständen und der sinkenden Nachfrage aus den Schwellenländern zu tun haben. John Baffes, Hauptautor der Studie, erwartet, dass die Preise zwar wieder steigen werden, allerdings noch ihre Zeit brauchen. Somit seien die produzierenden Länder weiterhin benachteiligt. „Niedrige Rohstoffpreise sind ein zweischneidiges Schwert, bei dem die Verbraucher in importierenden Ländern profitieren, die Produzenten in den Nettoexportländern hingegen leiden“, sagte der für Entwicklung zuständige Weltbank-Direktor Ayhan Kose.

Während die ursprüngliche Prognose die Preiserwartungen an das Rohöl auf 51 Dollar schätzte, wurde die Prognose nun auf 37 US-Dollar pro Barrel reduziert. Das hängt zum Beispiel mit den iranischen Ölexporten zusammen. Erwähnenswert ist allerdings, dass die Experten der Weltbank den Ansatz einer Erholung im Jahresverlauf erwarten. Dies hängt laut Weltbank beispielsweise damit zusammen, dass unproduktive Länder ihre Fördermengen hinabsetzen und das globale Wachstum wieder ansteigt.

Für Nicht-Energie-Rohstoffe wird ein Preisrückgang von 3,7 Prozent erwartet und Metalle sollen zehn Prozent billiger werden. Auch das hat mit dem Nachfragerückgang der Schwellenländer zu tun. Agrargüter werden lediglich mit einem Rückgang von 1,4 Prozent benannt.

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