UPS setzt Mikro-Depots in München ein

Autor: Ralf Windmüller
Datum: 28.11.2016

Lastenräder sollen urbane Logistik unterstützen

Das global tätige Logistikunternehmen UPS setzt ab 2017 ein neues Logistikkonzept in München um. Dabei soll eine Verknüpfung von Mikro-Depots und Lastenrädern die städtische Logistik entlasten. Ein ähnliches Pilot-Projekt in Hamburg, das vor zwei Jahren gestartet war, läuft derweil aus.

Die wachsende Anzahl der Paketsendungen stellt nicht nur die Unternehmen im Kurier-Express-Paket-Gewerbe (KEP) vor immer größere Herausforderungen. Auch Städte und im Besonderen Innenstädte haben mit dem steigenden Lieferverkehr zu kämpfen und suchen nach neuen Konzepten zur Lösung des Problems. Bayerns Landeshauptstadt München versucht nun ab 2017 in Zusammenarbeit mit dem KEP-Dienstleister UPS ein neues Projekt zur urbanen Logistik zu initiieren. Vorbild ist ein ähnliches Konzept, das bereits seit zwei Jahren in Hamburg Anwendung findet. Wie in der Hansestadt sollen nun auch in München sowohl Lastenräder, als auch Mikro-Depots zum Einsatz kommen. Letztere sollen an vier Punkten in Sendling und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt als Zwischenlager für das Frachtgut dienen. Ausgehend von diesen vier Lagern soll dann die Lieferung der Pakete mittels E-Lastenrad vorgenommen werden.

Der Beginn des Projektes in München ist kein Zufall, da es ein Teil des vom Bundesumweltministerium eingeleiteten „City2Share“-Projektes sein soll, das bis 2020 in München und Hamburg installiert werden soll. UPS ist nicht das einzige am Projekt beteiligte Unternehmen. In München sind demnach Mobilitätsstationen in Planung, durch die das Angebot an Elektro-Mobilität für Privatpersonen und Unternehmen zentralisiert werden soll. Neben dem Umweltministerium ist auch BMW an dem Vorhaben beteiligt, indem der Autobauer Elektroautos zur Verfügung stellt und robotergelenkte E-Vehikel testet. Des Weiteren stellt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihre Mieträder auch als Pedelecs bereit, für die die Stadtwerke München passende Ladesäulen aufstellt. Die Förderung des gesamten „City2Share“-Projektes beträgt 5,8 Millionen Euro.

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R.Windmueller