Konfliktmineralien: Intel setzt alles auf Nachhaltigkeit

Autor: Christian Fischer
Datum: 08.01.2016

Intel will seine Lieferkette in 2016 komplett von Konfliktrohstoffen befreien

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Konfliktmineralien gewinnen heutzutage zunehmend an Bedeutung. Richtlinien der EU sollen in Zukunft die Lieferketten so transparent wie nur möglich machen, um jeden Missbrauch von Konfliktmineralien aufzudecken. Unternehmen, welche unabhängig von diesen Rohstoffen produzieren erhalten verstärkt Wertschätzung und Anerkennung. Zu diesen Unternehmen will ab diesem Jahr auch die Intel Corporation, einer der weltweit führenden Technikhersteller, gehören. Intels gesamte Supply Chain soll und jedes Produkt sollen frei von Konfliktmineralien sein. Dieses Ziel setzte man sich bereits vor zwei Jahren, als man verschiedene Rohstoffe in den Prozessoren vermied. Vorstand Bryan Krzanich ist überzeugt, dass nun der vollkommene Boykott von Materialien aus Konfliktregionen, wie dem Kongo, möglich ist. Um das Ziel zum Ausdruck zu bringen, soll auf den Intel Produkten ein Symbol erscheinen, welches angibt, dass das Produkt konfliktfrei hergestellt wurde. Weiterhin muss das Unternehmen öffentlich seine Fortschritte protokollieren und mit seinen Lieferanten der OECD-Due-Diligence-Richtlinie in Bezug auf Konfliktrohstoffe folgen. Um Nachhaltigkeit zu garantieren, muss Intel in Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern Lösungsansätze für den industrieweiten Boykott von Konfliktmaterialien entwickeln. Für die Lieferanten gilt, dass bewiesen und versichert werden muss, dass die Produkte keine der Materialien enthalten. Intel fand im Dezember heraus, dass nur ein Drittel von 500 Befragten 18 bis 34 Jahre alten Amerikaner von Konfliktrohstoffen gehört hat und 53% verantwortungsvolles Sourcing kennen. Als Folge dessen will Intel nun das Bewusstsein für das Thema stärken.

Zuletzt unterstützte die EU ein Konzept, welches Unternehmen zur sogenannten „Selbstzertifizierung“ drängt. Dabei sollen die Lieferketten eigenständig auf Konfliktrohstoffe überprüft werden. Das hätte sehr hohe Mehrkosten für im Supply Chain Management zur Folge und erfordert hohen Aufwand. Der EU-Rat geht davon aus, dass das Trilog-Verfahren Anfang diesen Jahres eingeführt wird.

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