Daimler stellt den vernetzten LKW vor

Autor: Marc Kloepfel
Datum: 22.03.2016

Digitale Transformation auch im Starßenverkehr

Daimler LKW vernetzt

Daimler LKW vernetzt

Über ein Jahrhundert nach der Erfindung der Lastkraftwagen bringt Daimler Trucks seinen LKW nun ins Internet. Damit verdeutlicht das Unternehmen seinen Vorhaben die Konnektivität und die technologische Weiterentwicklungen fortzuführen und baut seine Position der vernetzten LKW weiterhin aus. Derzeit sind bereits rund 365.000 Nutzfahrzeuge weltweit über die Systeme FleetBoard und Detroit Connect miteinander vernetzt. Des Weiteren plant das Unternehmen eine komplette Vernetzung seiner Fahrzeuge mit allen am Logistik- und Transportprozess beteiligten Akteuren. Damit leitet das Unternehmen einen radikalen Wandel des Transports ein und möchte so den Straßengüterverkehr noch leistungsfähiger und effizienter gestalten.

Bereits seit einigen Jahren investiert Daimler regelmäßig in die Vernetzung seiner LKW und die Schaffung einer dazugehörigen Dienstleistung und einer digitalen Lösung. Konnektivität ist bereits seit 2013 ein fester Punkt der Unternehmensstrategie. Daimler Trucks bietet mittlerweile ein umfangreiches Telematik-Angebot an und bringt kontinuierlich neue Dienste auf den Markt und schafft die Möglichkeit seine Plattform auch für Drittanbieter zugänglich zu machen.

„Unsere Lkw vernetzen sich vollständig mit allen Transportbeteiligten, sie senden und empfangen permanent Informationen. Diese Echtzeitdaten können alle im Logistikprozess für ihre Bedarfe nutzen. So lassen sich künftig beispielsweise Wartezeiten beim Be- und Entladen reduzieren, Verwaltungsaufwand verringern und Staus vermeiden. Durch technische Updates über Funk oder die automatische Übermittlung der Ankunftszeit des Lkw in der Werkstatt lassen sich auch die Servicezeiten deutlich senken. Damit steigern wir die Leistungsfähigkeit des gesamten Warentransports erheblich. Das ist eine Riesenchance, das wachsende Güteraufkommen intelligent zu bewältigen – und wir werden sie nutzen“, so Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG zuständig für Daimler Trucks & Buses. Demnach sollen FleetBoard und Detroit Connect dazu beitragen, die bislang ungenutzten Potenziale des Straßenverkehres auszuschöpfen.

Ein Beispiel für die digitale Vernetzung von LKW bietet Daimler mit einer Liveübertragung auf der A52 bei Düsseldorf. Hierfür sind drei über WLAN vernetzte, autonom fahrende LKW als sogenannter Platoon im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. In dieser Konstellation lässt sich die Fahrbahnfläche um knapp die Hälfte und der Kraftstoffverbrauch um 7 % verringern. Zudem erfolgt zugleich mehr Sicherheit auf der Straße.

„Heute legt Daimler den Grundstein für die Dritte Industrielle Revolution. In der Ära des Internets der Dinge werden alle Geräte und Maschinen über Sensoren verfügen, die jederzeit sekundenaktuelle Informationen liefern können. Dies wird die Art und Weise, wie wir wirtschaften, grundlegend verändern. Das Internet der Dinge eröffnet völlig neue Chancen“, ergänzt Jeremy Rifkin, Autor, Soziologe und Zukunftsforscher.

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M.Kloepfel