Studie: Supply Chain Management – nur 43 Prozent der Logistiker verfügen über ein Frühwarnsystem

Autor: Duran Sarikaya
Datum: 08.09.2015

Eine funktionierende Risikoprävention ist für eine Supply Chain unumgänglich um innerhalb der Lieferkette schnellstmöglich auf Risiken reagieren zu können. Risiken werden in Deutschland zwar erkannt, jedoch werden keine Maßnahmen gegen z.B. Lieferantenausfälle, Streiks oder der Konflikt mit Russland in den Prozess eingeplant.

Aus einer Umfrage der Hermes Transport Logistics gehr hervor, dass Risikoprävention in der Supply Chain noch nicht in vollem Umfang etabliert ist. Hierfür wurden 200 Logistikentscheidern des Großhandels und der herstellenden Industrie befragt. Demnach verzichten sechs von zehn Logistikverantwortlichen darauf den Prozess des Supply Chain Managements automatisiert zu überwachen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Ausschließlich 43 Prozent der deutschen Logistikunternehmen verfügen über ein Frühwarnsystem.

Dabei sind sich alle Unternehmen einig: Sie wollen eine funktionierende Supply Chain und Lieferausfälle vermeiden. Am wichtigsten ist dabei die Einhaltung einer guten Produktqualität. Diese steht für 96 Prozent der Befragten im Vordergrund. Für 86 Prozent der Logistikentscheider ist außerdem wichtig, dass die Lieferantengesetze eingehalten werden. Auch die ökologischen Standards der Lieferanten liegen 67 Prozent der Befragten am Herzen. Volatile Rohstoffpreise hingegen, spielen für nur etwa 60 Prozent der Unternehmen eine Rolle.

Bereichsleiter Sales & Business Development Sea / Air bei Hermes Transport Logistics, Jan Bierewirtz argumentiert „Wer bereits jetzt ein ganzheitliches Supply Chain Management betreibt, wird sich einen klaren Wettbewerbsvorteil sichern, weil er in der Lage ist, die Nachfrage trotz Krise zuverlässig zu bedienen. Vorausschauendes Risikomanagement heißt also, alle Dienstleister und Prozesse in die Risikoprüfung mit einzubeziehen“
Aus der Befragung geht außerdem hervor, dass bestimmte, in dem Unternehmen verankerte Zielvorstellungen bzw. Sparmaßnahmen ein strategisches Supply Chain Management erschweren. Auch die Just-In-Time-Lieferung bereiten 43 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten. Bei jedem vierten Unternehmen kommen nach eigenen Aussagen negative Auswirkungen hinzu, wenn die Lieferantenbasis verkleinert wird.

Link zur Studie: https://newsroom.hermesworld.com/content/risikopr%C3%A4vention-beim-supply-chain-management-logistiker-sind-gefragt

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D.Sarikaya

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