Lieferkettenunterbrechungen sind meistgefürchtetes Risiko unter Managern

Autor: Markus Rosenzweig
Datum: 04.02.2016

Das Allianz Risk Barometer hat die aktuellen Risiken und Probleme von Unternehmen ermittelt

Deutsche Unternehmen haben zunehmend Probleme mit Veränderungen im Markt. So könnten ganze Geschäftsmodelle durch strategische Änderungen in Frage gestellt werden. Sowohl Cyberkriminalität als auch hoher Wettbewerbsdruck sind Probleme, welche für deutsche Unternehmen immer weiter in den Vordergrund rücken. Das zeigt das Allianz Risk Barometer. Dabei wurden weltweit 800 Risikomanager und Versicherungsexperten aus 40 Ländern zu ihren Befürchtungen befragt.

Ganze 40% der deutschen Befragten sehen verschärften Wettbewerb, Volatilität oder Stagnation als Bedrohung für ihr Geschäft. Diese Faktoren sind wohl auf die derzeitigen Marktentwicklungen zurückzuführen. Start-Ups werden immer beliebter und sind schwer einzuschätzen. Genauso wie Konkurrenten mit anderen Strategien als der eigenen stellen Start-Ups für deutsche Unternehmen oftmals eine Bedrohung ungewissen Ausmaßes dar. In Sachen Industrie 4.0, dabei speziell 3D-Druck, Nanotechnologien und Vernetzung, blicken die Befragten zwar positiv auf die Effizienz, erwarten allerdings Risiken bezüglich Sicherheit und Strategie.

Lieferkettenunterbrechungen stehen weltweit an Platz eins der Risiken, kommen allerdings in Deutschland nur auf Platz zwei. Insbesondere Naturkatastrophen oder Brände, welche Lieferantenausfälle zur Folge haben, werden als Risiko behandelt. Kriege und Konflikte haben eine bedrohliche Wirkung auf die multinationalen Unternehmen. Diese befürchten Auswirkungen der Konflikte auf ihre Lieferkette. Langfristig wird die Cyberkriminalität als risikoreich eingestuft. Datenschutzverstöße und technisches Versagen sind ebenfalls langfristige Risiken.

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