Digitalisierung: Wie stehen Logistikunternehmen dazu?

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 26.10.2016

Eine Studie der d.velop AG vergleicht die Digitalisierungsstrategien der Unternehmensbereiche

Eine Vergleichsstudie des Softwareentwicklers d.velop AG mit mehr als 1.000 Unternehmen in zehn unterschiedlichen Wirtschaftssektoren hat ergeben, dass die Digitalisierung in Logistikunternehmen hauptsächlich durch die Materialwirtschaft und das Geschäft mit den logistischen Prozessen gesteuert wird. Alle anderen Organisationsbereiche, die Personalabteilung ausgenommen, treten dabei allerdings in den Hintergrund.

Stellt man die verschiedenen Unternehmensbereiche gemessen an ihrem Interesse an der Digitalisierung gegenüber, wird deutlich, dass die Einkaufsabteilung der Logistiker mit einem Interesse von lediglich 17 Prozent, am zurückhaltendsten ist. Die Ursache dafür könnte allerdings darin liegen, dass nur einem von fünf Logistikern ein höheres Budget für die Digitalisierung als im Vorjahr zur Verfügung steht. Ähnlich sieht es im Bereich Finanzen und Controlling aus.

Während in anderen Branchen, vor allem die vertriebsnahen Unternehmensbereiche, wie beispielsweise Vertrieb und Marketing, stark digitalisiert werden, besteht in den Logistikbetrieben nahezu kein Unterschied zu den bereits oben genannten Unternehmensfunktionen.

Laut d.velop, haben die Logistikunternehmen aber einen anderen Vorteil der Digitalisierung erkannt. Sie nutzen die Digitalisierung vor allem für die Kernkompetenzen ihres Unternehmens. So zeigt die Studie z.B. auf, dass 44 % auf spezielle Schwerpunkte setzen und zwei von vier Unternehmen die Chance haben, höhere Investitionsmittel für diesen Zweck zu erhalten. „Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass man sich tatsächlich konkreten Projekten widmet und nicht auf Absichtserklärungen zur Digitalisierung beschränkt“, sagt d.velop-Vorstand Mario Dönnebrink.

Eine d.velop-Studie aus dem letzten Jahr hat gezeigt, dass der größte digitale Nachholbedarf bei den logistischen Prozessen liegt. „Allein in den Fuhrparks bestehen erhebliche Optimierungsmöglichkeiten“, erzählt Dönnebrink. „Angesichts der jahrelangen Einsatzzeiten der Fahrzeuge sammelt sich eine Menge Papierdokumente an, auf die zum Beispiel bei einer digitalen Archivierung schnell per Mausklick zugegriffen werden kann, statt sie mühsam aus Aktenordnern heraussuchen zu müssen.“

Auch die Personalabteilungen sind, laut einer vom Digital Intelligence Institute durchgeführten Studie, der Digitalisierung gegenüber optimistisch gestimmt. Ihre Bereitschaft etwas zu verändern ist am zweitgrößten. Dabei wollen 37 Prozent ihre Abläufe digitalisieren und dafür mehr Geld ausgeben als bisher. Unter diese Abläufe fallen dann z.B. die Einführung digitaler Personalakten oder eine Cloud-basierte Lösung zur elektronischen Gehaltsmitteilung.

http://www.logistik-heute.de/Logistik-News-Logistik-Nachrichten/Markt-News/15618/Studie-vergleicht-Digitalisierungsstrategien-der-Organisationsbereiche-Digit
http://www.com-magazin.de/news/business-it/dell-emc-an-fronten-mitmischen-1142749.html

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