Black Friday und Weihnachten als Belastungsprobe für Logistik

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 25.11.2016

Kunden wünschen vor allem schnelle und flexible Lieferungen

Der heutige Black Friday, der kommende Cyber Monday und das bevorstehende Weihnachtsfest wirken als augenblickliche Beschleuniger für den Online-Handel und bescheren Händlern und Zulieferern bis zu 30 Prozent gesteigerte Umsätze. Doch auch der Druck, das enorme Aufkommen an Sendungen zu stemmen, lastet auf der Logistik. Laut einer Studie der Kratzer Automation AG wollen die Käufer vor allem eine zügige und anpassungsfähige Lieferung, bei der die Adresse auch noch kurzfristig geändert werden kann. Zugleich wollen sie jederzeit wissen, wo sich ihre Lieferung derzeit befindet.

„Eine Lieferung am Bestelltag oder sogar binnen weniger Stunden ist heute oft schon Standard. Das müssen Shops auch dann gewährleisten, wenn sich das Bestellaufkommen durch Cyber-Montag und Weihnachtseinkäufe deutlich erhöht“, sagt Samuel Denaes, Leiter Produkt-Management und Innovation Manager bei Kratzer Automation AG. Laut der nicht repräsentativen Auswertung von Kundengesprächen von Kratzer Automation sind die Käufer auch dazu bereit, für den speziellen Kundendienst einen Mehrpreis zu entrichten. Vor allem die Information über den gegenwärtigen Standort der Ware, zum Beispiel mittels einer Kartendarstellung, sei den Kunden sehr wichtig.

Nach Ansicht von Kratzer Automation mangelt es den Lieferanten meist an einer funktionalen Logistik-Software, mit der beispielsweise noch die Lieferadresse von Zuhause auf das Büro geändert werden kann, wenn das Paket bereits auf dem Weg ist. „Operativ ist es zwar kein Problem, solche Kundenwünsche zu erfüllen – allerdings scheitert es für viele Logistikunternehmen an der Software“, so Denaes. „Um Kunden die Option zu geben, eine Lieferadresse kurzfristig zu ändern, brauchen Speditionen IT-Lösungen, die das ermöglichen.“

Gemäß Kratzer Automation sind folgende Serviceleistungen für Händler und Logistiker von größter Bedeutung: 1. Die Verfolgung der Sendung sollte mittels einer App möglich sein, mit der die Kunden stets darüber informiert werden, ob ihre Sendung z.B. verspätet geliefert wird, sodass sich die Käufer darauf einrichten können. 2. Das Zeitfenster der Lieferung sollte möglichst genau wählbar sein. Durch diese Möglichkeit einer persönlich konfigurierten Zustellzeit verschaffen sich Händler und Zulieferer einen Wettbewerbsvorteil. 3. Die Zustellungsquote muss mit einer flexibleren Lieferung erhöht werden. Jedes nicht ausgelieferte Paket verursacht Kosten und ärgert den Kunden. Eine mögliche Lösung wäre demnach eine zusätzliche Abendauslieferung für nicht zugestellte Päckchen.

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O.Cetinkaya