Exportrekord für deutsche Maschinenbauer und Elektroindustrie

Autor: Marc Kloepfel
Datum: 23.02.2016

USA überholt China

Die Branche Maschinenbau und Elektroindustrie kann für das vergangene Jahr einen Exportrekord verbuchen. Trotz aller Unsicherheiten und schlechten Entwicklungen am chinesischen Markt, spricht der Chefvolkswirt des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Ralph Wiechers, über einen enormen Zuwachs innerhalb der Branche. Dabei treibt vor allem die Nachfrage aus den USA den Export der deutschen Industrie-Branche nach oben an. Mit einem Maschinen- und Anlagenwert von hochgerechnet 155 Milliarden Euro wurde die Welt von Deutschland aus beliefert. Damit wurde die Bestmarke des Vorjahres um 2,6 Prozent nach oben überschritten. Sogar nach Abzug der Preissteigerung bleibt ein Plus von 0,9 Prozent erhalten.

Ebenfalls sind Rekorde in der Elektroindustrie zu beobachten. Wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) berichtet, kann mit enormen Exportzahlen gerechnet werden. Dabei lag der Wert 6,7 Prozent deutlich besser als noch im Vorjahr und ergibt ein Gesamtvolumen von 174,1 Milliarden Euro. Darüber hinaus wuchs der Import ebenfalls stark an. Es wurden rund 161,5 Milliarden Euro, entspricht ein Plus von 11,9 Prozent, in das Land eingeführt.

Schaut man sich die Exportdaten etwas genauer an, so wird deutlich, dass die USA erheblich am Exporthoch der deutschen Industrie beteiligt gewesen sind. Die USA setzten sich mit einem Plus von 16,4 Prozent, dies ergibt einen Anstieg auf 15,9 Milliarden Euro, deutlich an die Spitze und zählt zu den wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Elektroindustrie. China vermerkt hingegen ein kleines Plus von 0,8 Prozent, 15 Milliarden Euro. Allerdings muss Deutschland auf sinkende Ausfuhrzahlen nach Russland achten. Grund hierfür sind die andauernden Handelssanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise.

Ein ähnliches Bild spiegelt sich in der Entwicklung im Bereich des Maschinenbaus wieder. Die USA überholen auch hier China und generiert ein deutliches Plus von 11,2 Prozent, 16,8 Milliarden Euro. Nach China wurden rund 16 Milliarden Euro exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt dies ein erstaunliches Minus von 5,9 Prozent. Innerhalb Europa wurden knapp 70 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 6,7 Prozent, vertrieben. Nach Russland allerdings brachen die Exporte deutlich ein. Ein Minus von 26,8 Prozent, lediglich 4,7 Milliarden Euro, wurden dorthin ausgeliefert. Russland stellte 2013 noch die viertwichtigste Kraft hinter China, USA und Frankreich. Heutigen Studien zufolge landet Russland nur von auf Platz zehn.

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