Deloitte befragt 500 CEOs zur Wettbewerbsfähigkeit in der Produktion

Autor: Markus Rosenzweig
Datum: 12.01.2016

Der “Deloitte Global Manufacturing Competitiveness Index 2016” von der Unternehmensberatung Deloitte bestimmt erneut die weltweite Wettbewerbsfähigkeit in Sachen Produktion. Basierend auf einer Befragung unter 500 Geschäftsführern und Vorständen von Produktionsunternehmen weltweit erstellte man ein Ranking bestehend aus 40 Ländern. An der Spitze steht dabei immer noch China mit einer Index-Bewertung von 100,0. Dicht dahinter folgen die USA mit 99,5. Am dritten Platz steht dann Deutschland mit 93,9.

Manufactoring

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Thomas Döbler, Partner und Leiter Manufacturing von Deloitte, erklärt, “Deutschland behauptet sich in der Spitzengruppe und ist mittelfristig gut aufgestellt. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und zukunftssichere Arbeitsplätze im eigenen Land zu bieten, müssen die Unternehmen jedoch weiter investieren. Maßgeblich für den Erfolg von morgen sind dabei verstärkte Anstrengungen in puncto Digitalisierung und Industrie 4.0. Wer diese Themen vorantreibt, muss keine Konkurrenz fürchten.“

In der nahen Zukunft rechnen die Experten von Deloitte mit einigen Veränderungen im Index. So wird prognostiziert, dass China seine Spitzenposition verlieren und auf Platz zwei rutschen wird. An erster Stelle wären dann die USA. Das hat das Land unter anderem seiner führenden Stellung bei Forschung, Technologie und Innovation zu verdanken. Dieser Fortschritt ist verstärkt auf das vorliegende Bildungssystem zurückzuführen, welches kreatives Denken, Begabtenförderung und erstklassige Universitäten unterstützt. “Ein wesentlicher Aspekt der Zukunftsfähigkeit für die deutsche Wirtschaft sind die Fähigkeiten der Mitarbeiter. Die Unternehmen müssen konsequent in ihre Talente investieren, sie weiterbilden und fit für digitale und datengetriebene Geschäftsprozesse machen. Sie dürfen dabei das Know-how der Erfahrenen nicht vernachlässigen und müssen den Wissenstransfer von Alt zu Jung fördern. Sie benötigen dafür auch sinnvolle Modelle für die Einbindung älterer Mitarbeiter”, so Studienleiter Döbler.

Die befragten CEOs gaben an, dass Talent, Kosten und Produktivität die drei wichtigsten Faktoren in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit in der Produktion sind. Weiterhin wurde das Lieferantennetzwerk, das Rechtssystem, die Infrastruktur und die Wirtschaft als wichtig angesehen.

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