China: Produktivität und Profitabilität wachsen zunehmend langsamer

Autor: Markus Rosenzweig
Datum: 25.01.2016

Mangel an valide Daten und historische Vergleichsmöglichkeiten

Aufgrund valider Daten und mangels historischer Vergleichsmöglichkeiten bleibt eine Einschätzung Chinas vorerst laut den Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen „emreport“ schwierig.

Dennoch lasse sich laut Report derzeit einiges wohl halbwegs sicher sagen: Chinas Wachstum werde sich beim Übergang zu einem stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Wachstumsmodell vermutlich noch weiter abschwächen. Zugleich wachse China insgesamt aber derzeit recht robust weiter – nicht nur rein quantitativ, sondern auch technologisch und in Sachen Infrastruktur. Auch der Immobilienmarkt habe wieder nach oben gedreht. Bislang gebe die volkswirtschaftliche Entwicklung insgesamt eher denjenigen Recht, die China trotz aller Probleme positiv sehen und es der Führung in Peking zutrauen würden, die vielen Herausforderungen zu bewältigen.

Die Aktienmärkte seien natürlich eine ganz andere Sache – und sie seien ein denkbar ungeeigneter Indikator für die Verfassung der chinesischen Volkswirtschaft. 2015 hätten die A-Aktien auf dem Festland immerhin noch rund 10% Wertzuwachs verbucht – trotz des Crashs seit dem Sommer. Die in Hongkong gehandelten H-Aktien hätten dagegen rund 20% verloren. Gerade für sie würden aber im internationalen Vergleich recht günstige Bewertungen sprechen.

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