Börsencrash China: Zentralbank mit neuen Liquiditätsmaßnahmen

Autor: Christian Fischer
Datum: 05.01.2016

Durch weit geöffnete Geldschleusen sollen Börsen unterstützt werden

Der Kurseinbruch an chinesischen Aktienmärkten hat viele Investoren verunsichert. Nach dem kurzfristigen Aussetzen des Börsenhandels versucht die chinesische Zentralbank People’s Bank of China (PBoC) nun, mit einer Geldspritze die Liquidität am Markt zu erhöhen. Rund 19,9 Milliarden US-Dollar will man in den Markt einführen. Dies soll durch sogenannte „Reverse Repos“ über sieben Tage mit einem Zinssatz von 2,25% passieren. Bei einem „Reverse Repo“ handelt es sich um eine Rückkaufvereinbarung, bei der für sehr kurze Zeiträume Wertpapiere gekauft werden und später vom Verkäufer mit dem entsprechenden Zinssatz zurückgekauft werden. Somit soll der chinesische Markt kurzfristig unterstützt werden. Weiterhin will man, indem man am Devisenmarkt agiert, das Abrutschen des Yuans verhindern. So wurden zahlreiche Staatsbanken mit dem Kauf von Yuan und dem Verkauf von US-Dollar beauftragt. Infolgedessen haben sich die chinesischen Aktienmärkte am Dienstagmorgen trotz kurzem Rückgang wieder beruhigt. Am Vortag waren sowohl der Shanghai Composite Index als auch der Shenzhen Component Index um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Am Mittag lag der Shanghai Composite Index sogar im Plus und der Shenzhen Component Index notierte nur knapp im Minus. Die Börsen in anderen Städten stabilisierten sich ebenfalls. Es bleibt abzuwarten, wie sich der chinesische Markt in den nächsten Tagen entwickelt.

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